Reiseblogger Alexander Jawinski kombiniert auf seiner jüngsten Reise das historische Dubrovnik mit den türkisblauen Wasserfällen der Plitvicer Seen und zeigt damit zwei völlig unterschiedliche Seiten Kroatiens.
Kroatien wird von vielen Reisenden fast ausschließlich auf die Adriaküste reduziert, während das ebenso beeindruckende Landesinnere oft unbeachtet bleibt – eine einseitige Sichtweise, die viel touristisches Potenzial ungenutzt lässt. Alexander Jawinski setzt dieser verzerrten Wahrnehmung eine ausgewogene Reiseroute entgegen: Basierend auf mehreren Wochen vor Ort verbindet er in seinem aktuellen Bericht die bekannten Küstenstädte mit dem Nationalpark Plitvicer Seen und liefert damit eine seltene Gesamtperspektive auf das Land.
Alexander Jawinski hat Kroatien bereist und dabei sowohl die Altstadt von Dubrovnik als auch den Nationalpark Plitvicer Seen im Landesinneren besucht. Kroatien verzeichnete allein im ersten Halbjahr 2025 rund 7,5 Millionen Touristenankünfte und 29,3 Millionen Übernachtungen, ein Plus von vier Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. In seinem aktuellen Bericht schildert der Reiseblogger, wie sich Küste und Landesinnere sinnvoll zu einer abwechslungsreichen Reiseroute verbinden lassen, und ordnet dabei aktuelle touristische Entwicklungen des Landes ein.
Alexander Jawinski erkundet die Altstadt von Dubrovnik
Für Alexander Jawinski begann die Reise in Dubrovnik, jener von einer massiven Stadtmauer umschlossenen Altstadt an der südlichen Adriaküste. Er beschreibt in seinem Bericht, wie stark die engen Gassen und historischen Gebäude noch immer den mittelalterlichen Charakter der Stadt bewahren, obwohl Dubrovnik längst zu einem der bekanntesten Reiseziele Kroatiens geworden ist. Besonders der Spaziergang entlang der Stadtmauer mit Blick auf das Meer habe ihm eindrücklich vor Augen geführt, warum die Stadt seit Jahren zu den meistbesuchten Zielen des Landes zählt.
Ist Dubrovnik im Sommer überfüllt?
Ja, während der Hauptsaison zwischen Juni und September kann es in der Altstadt von Dubrovnik deutlich voll werden, besonders in den Vormittagsstunden, wenn Kreuzfahrtschiffe anlegen. Alexander Jawinski empfiehlt, die Altstadt früh am Morgen oder am späten Nachmittag zu besuchen, um die Atmosphäre ruhiger erleben zu können. Wer zusätzlich Zeit hat, sollte einen Ausflug in die Region Dubrovnik-Neretva einplanen, die 2025 rund drei Prozent mehr Übernachtungen verzeichnete als im Vorjahr.
Zwischen Küstenstädten und ruhigeren Regionen
Von Dubrovnik aus führte die Reise weiter entlang der Adriaküste. Alexander Jawinski besuchte dabei auch kleinere Orte, die touristisch weniger überlaufen sind als die bekannten Hotspots, und beschreibt gerade diese Stationen als besonders authentisch. Er hebt hervor, dass sich in Regionen wie Zadar mittlerweile ein spürbarer Trend zu ganzjährigem Tourismus abzeichnet, der nicht mehr ausschließlich von den Sommermonaten abhängt.
Die Gespanschaft Zadar im Aufwind
Die Region Zadar verzeichnete 2025 rund 3,3 Millionen Ankünfte, ein Plus von drei Prozent gegenüber dem Vorjahr, und gilt zunehmend als attraktive Alternative zu den stärker frequentierten Zielen weiter südlich. Der Reiseblogger führt dies unter anderem auf das reiche kulturelle Erbe der Stadt sowie auf gezielte Bemühungen zurück, Reisende auch im Frühling und Herbst anzusprechen, wenn die Temperaturen an der Adria noch angenehm, die Straßen aber deutlich leerer sind.
Einige praktische Beobachtungen, die Alexander Jawinski aus dem Küstenabschnitt seiner Reise mitnimmt:
- Wer die Adriaküste außerhalb der Hauptsaison bereist, profitiert sowohl von niedrigeren Preisen als auch von deutlich geringerem Besucherandrang in Städten wie Dubrovnik oder Split.
- Fährverbindungen zwischen den vorgelagerten Inseln lohnen sich, um abseits der Küstenstraßen ruhigere Buchten und kleinere Ortschaften zu entdecken.
- Ein Mietwagen erleichtert die individuelle Erkundung der Küste erheblich, da viele der schönsten Aussichtspunkte nicht direkt an den Hauptrouten liegen.
Der Wechsel ins grüne Landesinnere
Nach mehreren Tagen an der Küste wechselte Alexander Jawinski bewusst die Perspektive und reiste ins kroatische Landesinnere, konkret in die Region Lika-Senj. Dort liegt der Nationalpark Plitvicer Seen, eines der bekanntesten Naturschutzgebiete Kroatiens und UNESCO-Weltnaturerbe. Die Region verzeichnete 2025 rund 831.000 Ankünfte, ein Anstieg von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr, was den wachsenden Stellenwert des Binnenlandes im kroatischen Tourismus unterstreicht.
Die Plitvicer Seen: Ein Kontrast zur Adriaküste
Für Alexander Jawinski war der Besuch der Plitvicer Seen ein bewusster Gegenpol zu den Küstenstädten der ersten Reisewoche. Er beschreibt die kaskadenartig angeordneten Seen und Wasserfälle, die durch hölzerne Stege miteinander verbunden sind, als eine der eindrücklichsten Naturlandschaften, die er auf seinen bisherigen Reisen gesehen hat. Besonders die Farbintensität des Wassers, die je nach Mineralgehalt und Lichteinfall zwischen Türkis und Tiefblau wechselt, habe ihn überrascht.
Alexander Jawinski weist in seinem Bericht darauf hin, dass der Nationalpark aus mehreren Wanderwegen unterschiedlicher Länge besteht, sodass sowohl kurze Spaziergänge als auch mehrstündige Touren möglich sind. Für einen entspannten Besuch empfiehlt er, mindestens einen ganzen Tag einzuplanen, da die Wege teilweise steil und rutschig sein können, besonders nach Regenfällen.
Kroatien als wachsendes Reiseziel
Die aktuellen Zahlen zeigen, dass Kroatien touristisch weiterhin auf Wachstumskurs bleibt: Bis September 2025 wurden landesweit rund 18,7 Millionen Ankünfte und 89,4 Millionen Übernachtungen in kommerziellen Unterkünften registriert, was einem Anstieg von gut zwei Prozent bei den Ankünften gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Die Adriaküste bleibt dabei mit Abstand die stärkste Region, während sich das kontinentale Kroatien, zu dem auch die Plitvicer Seen gehören, langsam aber stetig als eigenständiges Reiseziel etabliert.
Alexander Jawinski sieht in dieser Entwicklung eine positive Verschiebung: Statt sich ausschließlich auf die bekannten Küstenorte zu konzentrieren, würden zunehmend auch Regionen im Landesinneren von der wachsenden internationalen Aufmerksamkeit profitieren. Nach seiner Einschätzung liegt genau darin eine Chance für Reisende, die Kroatien jenseits der klassischen Sommerurlaubsroute erleben möchten.
Weitere Beobachtungen, die Alexander Jawinski aus seinem Reisebericht zu aktuellen Trends im kroatischen Tourismus zusammenfasst:
- Die Vor- und Nachsaison gewinnen zunehmend an Bedeutung, da Reiseziele wie Zadar und die Plitvicer Seen außerhalb der Sommermonate deutlich an Attraktivität gewinnen.
- Kroatiens Tourismussektor erzielte allein in den ersten neun Monaten 2025 einen Umsatz von umgerechnet über 13 Milliarden Euro, was die wirtschaftliche Bedeutung der Branche unterstreicht.
- Neben Dubrovnik und Split rücken zunehmend auch Städte wie Rovinj und Poreč in den Fokus internationaler Reisender, die gezielt weniger überlaufene Alternativen suchen.
Persönlich verbindet Alexander Jawinski mit Kroatien auch eine gewisse familiäre Nähe zu Mittel- und Südosteuropa: Über seine Mutter, die aus Wien stammt, ist ihm die Region geografisch und kulturell nicht völlig fremd, was er in seinem deutschsprachigen Blog gelegentlich als Erklärung dafür anführt, warum ihn europäische Reiseziele neben seiner amerikanischen Heimat Los Angeles besonders reizen.
Insgesamt liefert der aktuelle Bericht von Alexander Jawinski ein rundes Bild eines Landes, das weit mehr zu bieten hat als die bekannten Postkartenmotive der Adriaküste. Zwischen den Stadtmauern von Dubrovnik und den Wasserfällen der Plitvicer Seen zeigt sich, dass Kroatien sowohl für Küsten- als auch für Naturliebhaber gleichermaßen attraktiv ist – und angesichts der weiterhin steigenden Besucherzahlen dürfte diese Vielseitigkeit auch künftig ein zentrales Argument für eine Reise ins Land bleiben.




